Carnaroli, Arborio & Co.
Die Reissorte entscheidet über das Risotto. Carnaroli gilt als König der Risotto-Reise: Er nimmt viel Flüssigkeit auf, bleibt bissfest und verzeiht auch mal eine Minute zu viel. Arborio ist der bekannte Klassiker – etwas stärkehaltiger und cremiger. Vialone Nano kocht schneller und eignet sich für leichtere Risotti.
Gemeinsam ist ihnen der hohe Stärkegehalt, der beim Rühren die typische Cremigkeit erzeugt – ganz ohne Sahne.
Acquerello – der gereifte Carnaroli
Acquerello ist ein Carnaroli der Extraklasse. Der Reis wird ein bis mehrere Jahre gelagert, bevor er schonend geschält und mit seinem nährstoffreichen Keim wieder vereint wird. Das Ergebnis: ein Korn, das die Form perfekt hält, Aromen besonders gut aufnimmt und ein aussergewöhnlich cremiges Risotto ergibt.
Ein Reis für besondere Momente – und für alle, die den Unterschied schmecken wollen.
So gelingt das perfekte Risotto
Zuerst den Reis in Olivenöl oder Butter anrösten (tostatura), mit Wein ablöschen, dann nach und nach heisse Brühe zugeben und rühren. Zum Schluss kommt die mantecatura: Vom Herd nehmen, kalte Butter und frisch geriebenen Parmigiano unterrühren. Das macht das Risotto cremig und glänzend.
Wichtig: Risotto-Reis vor dem Kochen nicht waschen – die Stärke an der Oberfläche brauchen Sie für die Cremigkeit.
Häufige Fragen zu Reis & Risotto
Welcher Reis eignet sich für Risotto?
Am besten Carnaroli, Arborio oder Vialone Nano. Sie haben einen hohen Stärkegehalt, nehmen Flüssigkeit gut auf und bleiben bissfest. Carnaroli gilt als vielseitigste und gutmütigste Sorte.
Was macht Acquerello besonders?
Acquerello ist ein gereifter Carnaroli. Durch die Lagerung und die Wiedervereinigung mit dem Keim hält das Korn die Form besser, nimmt Aromen intensiver auf und ergibt ein besonders cremiges Risotto.
Muss man Risotto-Reis waschen?
Nein. Im Gegenteil: Die Stärke an der Kornoberfläche sorgt für die Cremigkeit des Risottos. Waschen würde diese wegspülen. Nur bei Reis für Beilagen oder Salat kann Waschen sinnvoll sein.
Wie wird Risotto cremig?
Durch ständiges Rühren und die mantecatura zum Schluss: Das Risotto vom Herd nehmen und kalte Butter mit frisch geriebenem Parmigiano unterrühren. So wird es cremig und glänzend – ganz ohne Sahne.
Wie viel Reis rechnet man pro Person?
Für ein Risotto rechnet man etwa 70–80 g Reis pro Person als Hauptgang, als Vorspeise rund 50–60 g. Dazu die drei- bis vierfache Menge an Brühe.